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Der Micro Kat von Hydro & Marine hat mir auf den ersten Blick gefallen. Der Preis war in Ordnung und so bestellte ich das Modell. Den passenden Steller hatte ich auch direkt mit bestellt. Den Außenborder, einen Graupner GTX 480, kaufte ich mir im hiesigen Modellbaugeschäft, wie auch ein Simprop Servo. Lange Zeit blieb das Modell in der Ecke stehen, bis ich irgendwann mal den Anfang fand. Nach der Beschreibung, die von H & M mitgeliefert wurde, folgte der Einbau der Teile. Der Halter des Servos wurde aus einem Aluwinkel hergestellt, da er gleichzeitig das Heck, wo das Braket des Ausßenborders angeschraubt werden sollte, zu verstärken. Da ich es immer ganz gerne habe, das ich alles einfach demontieren kann, wurden 2mm Goldkontaktstecker in das Heck eingeharzt um den Motor mit Energie zu versorgen. Der Außenborder wurde angeschraubt und nach Anleitung eingestellt. So (unlackiert) ging es zum Teich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei den ersten Fahrten wurde der Außenborder hin und her getrimmt. Das Boot nahm auch (zu der Zeit und nach meinem Wissenstands) gut fahrt auf. Nach der Fahrt musste ich feststellen, das der Motor ungewöhnlich heiß geworden war. Da  in der Bauanleitung von 6-8 Zellen die Rede war, das Rennboot auch wie ein Rennboot fahren sollte, wurden direkt 8 Zellen eingesetzt. Also wurde der Akkupack wieder umkonfektioniert und ich versuchte es mit “ nur “ 7 Zellen. Was folgte, war ein nach 3x fahren verbrannter Motor. Also musste ein neuer Motor her. Ich kauft mir einen Graupner Speed 480BB Race und baute diesen in das Außenbordgehäuse ein. Zeitgleich unterhielt ich mich mit Oliver Siess (H&M) über die gegebenenfalls falschen Einstellungen und den verbrannten Motor. Dabei nahm sich Herr Siess viel Zeit um mein Problem zu finden. Leider war dies nicht von Erfolg gekrönt, da wie Herr Siess noch bemerkt, das Modell eigentlich sehr einfach abzustimmen sei. Also überprüfte ich die Einstellungen und fertigte mir eine Schablone an, um die korrekte Motorhöheneinstellung zu finden. So ging es wieder zum Teich. Nach zwei lehrgefahrenen Akkusätzen musste ich leider direkt wieder aufhören, da mein Böötchen nur noch in eine Richtung fahren wollte. Nach einigen Kreisen, konnte ich es dann ohne grossen Aufwand aus dem Wasser ziehen. Kurz mal reingeschaut und das Servo bewegt (bzw. groß bewegen war nicht mehr) und mit der Gewissheit nach Hause gefahren, das ich ein Servo mit Metallgetriebe nehmen sollte. Jetzt arbeitet ein Futaba FS 500 MG als Steuermann. Trotz etlicher Versuche, bei den nächsten Ausfahrten, der Temperatur Herr zu werden (verschiedene Motoreinstellungen, Props und Wasserkühlung) gelang es mir nicht den neuen Motor zu retten. Ihm wurde im oberen Lagerträger derart heiß, das es einfach dahin schmolz. Es folgte wieder ein Gespräch mit O.Siess, wobei er mir versicherte, das es ein ganz offensichtliches Problem sein müsse, um eine derart hohe Temperatur zu erreichen. Nach einer Schilderung der Tatsachen, konnte aber leider wieder kein konkretes Ergebnis erzielt werden. Die Intermodell in Dortmund war gekommen und ich fuhr mit meinem Kollegen dort hin. Richtig gelohnt hatte es sich nicht, da im Bereich Rennboote nicht viel vertreten war. Eins war jedoch von Vorteil; ich bekam einen neuen GTX 480. Zuhause angekommen wurden die zwei Motoren miteinander verglichen, ohne einen Unterschied zu entdecken (Vermutung war ein fehlerhaftes Motorgehäuse des Vorgängers!). Nachdem ich den Neuen angebaut hatte, verabredeten sich mein Kollege Frank, dessen Schwager (auch ein Micro Kat Fahrer) und ich uns am Teich. Mit der Aussage “ ich hab das Ding einfach nur so drangeschraubt” startete der Schwager eine Rundfahrt, die die Leistung meines sogenannten “Rennboots” mal kurz in den Schatten stellten. Von verbranntem Motor keine Spur. Wir stellten dann die zwei Geräte nebeneinander und versuchten unterschiede auszumachen. Das was wir erkannten, war das die Modelle wohl aus der selben Form stammen, da sie die gleichen Konturen und “ Luftblasen “ aufweisen. Doch da. Der Aussenborder. Sie Unterschieden sich. An einigen Stellen wurden deutliche Abweichungen voneinander ausgemacht. Die Frage, ob die Firma Graupner, irgendwann mal die Produktionsmethoden für diesen Motortyp geändert hatte, wird wohl nie beantwortet werden. Der Motor ist seit letztem Jahr aus dem Programm genommen und durch eine nicht akzeptable Lösung in Form des GTX 500 ersetzt worden. Diesen Unterschied teilte ich auch Herrn Siess mit, der nichts dazu sagen konnte. Fakt ist nun leider, das ich ein äußerst attraktives Modell ohne vernünftige Motorisierung habe. Da ich auf die Anfrage nach einer Ruder/Wellenanlagen, für einen Inneneinbau, bald vom Stuhl gefallen bin, als man mir den Preis mitteilte (fast 3x soviel wie der Rumpf!), habe ich beschlossen, mir die benötigten Sachen selber herzustellen.
Die benötigten Teile hab ich hergestellt d.h. Motor innen eingebaut und den Aussenborder so modifiziert, das ich mit einer Welle dort drangehen kann. Als Motor habe ich mir einen LRP 400S bei ebay ersteigert. Dieser Motor, ein sehr seltenes Teil da er nicht mehr hergestellt wird, sollte auf Grund seiner hohen Drehzahl sehr gut für den F1 Kat geeignet sein. Also alles zusammen gebaut, eingestellt und ab zum Teich. Was soll ich sagen; es war wieder ein Desaster. Obwohl ich den Motor gekühlt hatte, einen kleinen Prop drauf hatte und wirklich alles genau eingestellt hatte, ist auch der (schöne) Motor abgeraucht.
Da ich nicht herausgefunden habe, woran es gelegen hat und auch die “Experten” in sämtlichen Foren keine Ahnung hatten, habe ich dieses Projekt aufgegeben. SCHADE eigentlich!!!

 

 

 

 

 

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